Blogger denken nach: Geld und Gewisen - Kurzlebige Produkte

Average Unicorn und Green Bird fordern Blogger dazu auf sich ein wenig Gedanken über Nachhaltigkeit zu machen. Im März drehte sich alles um das Thema "Von Adidas bis Zalando - Bei wem kaufe ich, bei wem nicht?" Da gab es schon interessante Ansätze - ich war leider wieder einmal zu spät und zu verplant um teilzunehmen, aber jetzt im April bin ich dabei - das Thema diesen Monat:

"Geld und Gewissen: Kurzlebige Produkte
ist in diesem Monat das Thema. Was das das heißen soll? Einwegprodukte, Modeartikel, Billigprodukte - alles, von dem man nicht erwartet, es auch noch in ein paar Jahren benutzen oder gar an die Enkel weitervererben zu können (und Alternativen dazu), soll im April überdacht werden.
"


 Schon seit einiger Zeit versuche ich nach und nach Dinge zu vermeiden bzw auszutauschen, die eigentlich nur dazu produziert werden um sie einmal zu benutzen (Toilettenpapier sei hier als die große Ausnahme genannt ;-) ). Das hat vorrangig einen Müllersparnisgrund. Papiertaschentücher, Wattepads, Küchenrolle, Alufolie, Einkaufstaschen etc ... alles Dinge die man fast täglich in Gebrauch hat und die aber sofort in den Müll wandern bzw. dazu gedacht sind.

selbstgestrickte Wattepads | ökologisch nachhaltig | freinaht.blogspot.com

Wattepads, Küchenrolle und Stoffservietten konnte ich bereits erfolgreich austauschen, indem ich mit Alternativen dazu genäht bzw gestrickt habe. Zwar muss ich zum Nagellackentfernen immer noch auf Wattepads zurückgreifen, aber ich benötige hier definitiv weniger und bin auch auf die Bio-Variante umgestiegen. Als nächstes möchte ich Klarsicht- und Alufolienverbrauch reduzieren - die wird bei uns vorwiegend dazu verwendet übrig geblienes Essen abzudecken, dazu gibt es aber auch eine tolle Stoffvariante, die ich demnächst nachnähen möchte.

Stoffservietten ein erster Versuch | freinaht.blogspot.com

Natürlich sind auch Einkaufssackerl ein großes Müllthema - hier verwende ich schon seit lange Stofftaschen - eine habe ich immer dabei, falls ich spontan einkaufen muss (auf die dünnen Obst- und Gemüsesackerl verzichte ich übrigens einfach).

Warum die Mehrwergvarianten? Einfach um Ressourcen zu sparen und Müll zu vermeiden. Bei den Stoffservietten meinte eine Leserin, dass diese aufgrund dessen dass sie gewaschen werden müssen ebenfalls Umweltkosten verursachen wegen Tensiden etc. die beim Waschvorgang anfallen. (Ich wollte das recherchieren, finde aber leider auf die Schnelle keinen Beleg für oder wider diese Behauptung)

Grundsätzlich glaube ich allerdings, dass man mit den Mehrwegprodukten nachhaltiger leben kann (zumindest für Mehrwegflaschen wurde das immer wieder mal untersucht). Warum? Erstens muss das Ding nur einmal produziert werden, nur einmal in ein Geschäft transportiert werden um dann von mir etliche Male genutzt zu werden, bevor ich es dann entsorgen kann/muss.

alte Handtücher für Küchenrollen | freinaht.blogspot.com

Und im besten Fall entstehen diese Mehrwegprodukte auch noch aus Abfallprodukten anderer Artikel. Ich glaube jeder von uns kennt bspw. Putzlappen aus alten Handtüchern, aus alter Bettwäsche oder (wenn man sie nicht mehr flicken kann) auch aus einem alten T-Shirt (hier gäbe es übrigens eine Anleitung wie man aus einem T-Shirt ein Sackerl zaubern kann).

Grundsätzlich könnte ich euch jetzt noch stundenlang erzählen, was in unserem Haushalt so alles wieder- und zweckentfremdet wird - aber es kommen ja auch noch andere Themen :-) unter dem Label Re-/Up-/BetterCycling findet ihr einige von diesen bereits gebloggten Dingen.

Einwegprodukte für die ich noch keine Alternative habe sind bspw. Wattestäbchen - wer also eine Idee hat immer her damit.

Kommentare:

  1. stofftaschen- und gemüsesacker-verzicht sind auch bei uns wichtige grundsätze... das mit den wattepads find ich toll .. ich verwende keine aber die idee ist spitze. leider fällt mir auch zu den wattestäbchen nichts ein aber wenn ich mal wo drüber stolpere dann sag ich dir bescheid :-)

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  2. Schön, dass du dabei bist! :) Ich finde kreativen Umgang mit Einwegprodukten super. Leider gehöre ich meistens zu den Trödelliesen, die erst einkaufen gehen und dann merken, dass sie dafür gerne einen Stoffbeutel dabei hätten. Dafür kriegen Plastiktüten bei uns im Haushalt ein zumindest zweites Leben als Müllbeutel.

    Ich glaube, bei den Dingen wie Stoffservietten, die durch das Waschen wiederum die Umwelt belasten, kommt es sehr auf die Häufigkeit der Nutzung und die Art des Waschens an. Beispielsweise habe ich mal gehört, dass Stoffwindeln und Wegwerfwindeln die Umwelt gleichermaßen belasten - bei Servietten könnte das ja aber schon anders aussehen, wenn Kochwäsche nicht nötig ist und vielleicht fünf Stück pro Woche anfallen ;)

    Viele liebe Grüße
    Maren

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    1. Danke für die Verlinkung! Schön, dass du auch bei der Aktion mitmachst.

      Abseits des Westens gibts da ein paar interessante Methoden, wie man auf Stoff- bzw. Wegwerfwindeln vollständig verzichten kann. Ich glaube in Afrika wird einfach auf Zeichen geachtet, ob das Kind mal muss und dann über die Toilette gehalten. In Asien gibts Stoffunterhosen mit einem Schlitz im Schnitt, damit die Mama das Kind flott irgendwo drüber halten kann, wenn es mal muss. Insgesamt funktionieren die Methoden aber nur, wenn man achtsam ist.

      Ich hab erst gestern einen Haufen waschbare Wattepads genäht weil ich mit den gehäkelten eher nicht so zufrieden war. Und durch die ölige Abschminklösung wurden die mit der Zeit auf sehr fettig, was beim Waschen irgendwann nicht mehr rausging.

      Liebe Grüße, Daniela

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    2. Wie gesagt, die Berechnung was den nun die Umwelt mehr belastet überlasse ich Experten.
      ich kann nur sagen gerade bei Windeln finde ich den Müllberg enorm der anfällt. Bei meinen kleinen Geschwistern hat meine Mutter Stoffwindeln verwendet (falls wir außer Haus waren gab es trotzdem noch Wegwerfwindeln) - und auch hier kann ich mir nicht vorstellen, dass die Bilanz der Stoffwindeln schlechter sein soll: es fällt kein Plastikmüll an, Transportwerge fallen weg (auch die der Müllabfuhr) usw...

      Bzgl. Abschminkpads: Die genähteVersion steht bei mir auch auf der To-Do-Liste - einfach um eine Alternative zu haben. Die alten habe ich aus übrigem Baumwollgarn gestrickt, dass jetzt aber aus ist (und extra welches kaufen will ich nicht).

      Liebe Grüße Steffi

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