Auch ich habe aufgeräumt

Wenn so ein "Trend" im Internet/den Blogs umgeht, macht man über kurz oder lang doch mit. So auch das Thema mit Schrank ausräumen / Weniger ist mehr / Capsule Wardrobe: Ich habe meinen Kleiderschrank aufgeräumt und ein kleines bisschen analysiert!

Aufräumen | Kleiderschrank | vonStephanie

Eigentlich dachte ich ja, dass ich den Kleiderschrank nur einmal ausräume, ein, vielleicht zwei kaputte Teile weggebe, durchwische und die Sache hat sich erledigt. "Shoppen" gehe ich ja nicht mehr (versuche auch hier fair zu sein), ich kann das Meiste miteinander kombinieren und das Selbstgenähte wird wohl hängen bleiben. Tja, falsch gedacht!

Kleidung aussortiert | vonStephanie

Nur sehr wenige Teile die ich ausräumte schafften es sofort auf den "unbedingt behalten Stapel". Das Meiste war von der Sorte "ach das hatte ich damals zur Party von X an, ach war das ein toller Abend!". Und was mich doch einigermaßen überraschte war, dass viel Selbstgenähtes auf dem "Zieh ich nie an"-Haufen landete.
Weil ich ein bisschen mehr Gewand übrig bleiben sollte als die Lieblingsteile, wurden alle anderen auf ihre Lochfreiheit und Bürotauglichkeit und in einem weiteren Schritt auf Umänderbarkeit überprüft. 

Gestreifte Hose | vonStephanie

Diese Hose hier hat es zwar nicht zurück in den Schrank geschafft, wird aber wohl zu einem Bleistiftrock umgearbeitet.
Beim Selbstgenähten war der Abschied schwieriger. Vieles hier stammt aus meiner Gothic-"Phase" und ist nicht alltagstauglich. Oder es hat sich einfach als falsche Stoff-Schnitt-Kombi herausgestellt bzw. war das verwendete Material einfach zu "billig". Zum Beispiel das Mary Poppins Kleid: Trägerlos, transparent und irgendwie zu bauschig - hatte ich nicht oft an. Aber weil ich den Stoff noch immer toll finde, wird daraus ein Kimono.

Kleiderschrank vorher nacher

Zu guter Letzt wurde der Schrank dann auch wieder befüllt und auch ich kann berichten so eine Detox-Kampagne für den Schrank erleichtert einen. Man bemerkt was man wirklich gerne anzieht und welche Stücke grundsätzlich verzichtbar sind (bei mir unter anderen Pullover, Shirts mit Druck und Mehrfärbiges). ABER es ist noch immer sooooo viel drinnen!
Ich habe davor schon wenig und wenn dann gezielt gekauft, werde das in Zukunft aber sicher noch verstärken. Und vor allem mehr darauf achten WAS ich in welcher STOFF/WOLLQUALITÄT nähe/stricke, denn gerade bei den selbstgemachten Stücken tut ein Abschied besonders weh.
 
Jetzt stellt sich nur noch die Frage was ich mit den aussortierten Sachen mache? Ist noch jemand hier gerade im Reduzieren-Modus?

1 Kommentar:

  1. Oh ja - ich bin auch gerade im Aufräum- und Ausmist-Wahn.
    Mehrere Kartons Kleider sind übers Jahr ans Sozialkaufhaus gegangen (darunter allerdings nur ein selbstgestricktes Teil), Bücher zum Bücherflohmarkt, nicht mehr gespielte Spiele an Kinderkrankenhäuser. Und mein Materiallager aus Buchbindezeiten habe ich komplett an eine Freundin verschenkt. Und wie toll ist das - es ist wieder Platz in den Schränken! Ich finde das sehr befreiend.
    Weiter viel Erfolg,
    Sandra

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